Sie erreichen damit, dass die andern nur das Nein hören und lieber mit leichtfertigeren, aber auch leichtlebigeren Weltleuten umgehen als mit ihnen. "Man spricht vergebens viel, um zu versagen; der andre hört von allem nur das Nein" (Goethe, Iphigenie auf Tauris).Daher ist es eine törichte Redensart, mit der man oft jemanden zu loben meint, wenn man, etwa in einem Nachruf, von ihm sagt: "Er hatte keine Feinde." Dabei ist die beständig wiederkehrende Frage nebensächlich, ob die Menschen von Natur aus gut oder böse seien. Mitunter sind ihnen ihre eigenen Behauptungen nicht einmal rechter Ernst; erfahren sie aber Widerspruch, so bestärken sie sich darin und sagen dann etwas, das sie nicht mehr widerrufen können. Ein Ritter der Tafelrunde in der Artuslegende. 1833 - Werdenberg, Kanton St. Gallen † 12.10.1909 - Clarens . Carl Hilty. Frauen untereinander kennen sich meistens sehr gut, was bei Männern untereinander lange nicht in diesem Grad der Fall ist. Damals sammelte Peter Schumacher bereits seit 40 Jahren Lebensweisheiten aller Art. Aphorismen und Zitate aus alter und neuerer Zeit, gesammelt von Prof. Dr. C. Hilty, Leipzig 1910Die Idee zu einer Sammlung von Zitaten und Aphorismen entstand 1997. Diesen Geist hasse nur frisch und offen, wo und in welcher Gestalt er sich auch immer zeigt. Ich glaube, im Allgemeinen ja; die Vorschriften des Christentums darüber sind zu eindeutig (Abweisen soll man Bittende freundlich, mit einem guten Wort, das auch eine Gabe ist, manchmal sogar wertvoller als ein kleines Geldstück. Niemals sollte sich daher eine Frau ganz unter ihrem Stand verheiraten, niemals in eine ganz ungebildete Familie, niemals an einen sittlich nicht ganz zweifellosen, kleinlich-egoistischen oder gar nicht gutmütigen Mann und in der Regel auch nicht außerhalb ihres Landes und ihrer Nationalität. Aber das will gelernt sein und ist sogar eine große Kunst. 5 1.
Biografie von Carl Hilty. Dennoch wird niemand in einer Runde beim Anstoßen ausgelassen, nur weil er Wasser statt Alkohol trinkt.
Carl Hilty (1831 - 1909), Schweizer Staatsrechtler und Laientheologe Respekt vor dem bloßen Reichtum eines anderen ist das unzweifelhafteste Zeichen einer völlig mangelnden eigenen Bildung. Ich bin weit davon entfernt, das zu befürworten. Das "kalt" ist etwas zu viel dabei, aber das Sprechen ohne sonderliche Betonung, das Vermeiden des Superlativs ist eine gute Gewohnheit. Das heißt, erst nach sieben Jahren weiß man, ob er hineingelangt ist oder endgültig draußen bleibt.Dass die meisten Frauen gern heiraten, ist begreiflich, weil sie allein in einer guten Ehe Gelegenheit haben, Es gibt viel mehr unglückliche Ehen, als man glaubt und sieht, und in der Mehrzahl der Fälle trägt der Mann die erste und hauptsächlichste Schuld. Die Frauen, die gegen die christliche Religion voreingenommen sind und sich bloß auf Humanität, Philosophie, Naturwissenschaft oder das künftige Recht verlassen, sind nicht nur sehr undankbar oder unwissend – sie werden sich auch in ihren Erwartungen täuschen. Nach einem Jura Studium war er unter anderem Nationalrat der Schweizer Demokraten und leitete die Militärjustiz. Gerade die besten und selbstlosesten aller Frauen, die Großmütter, die jeder liebt, der eine besessen hat, werden von den Dichtern am wenigsten besungen. Denn wer mit Menschen freiwillig umgeht, die er für schlecht oder falsch ansehen muss, der handelt trotz all seiner Menschenkenntnis töricht und ist ein Selbstmörder dazu. Man darf den Menschen auch nicht immer widersprechen, selbst da wo sie Unrecht haben. Dagegen ist für die Männer, die ernstlich aufwärts streben, die Verbindung mit einer hochgesinnten und in besserer Lebensstellung befindlichen Frau das geeignetste Mittel, um Ob es daneben zweckmäßiger sei, in einer guten Ehe ruhige Achtung und Freundschaft oder leidenschaftliche Liebe zu suchen und zu finden, wird stets bestritten bleiben. Carl Hilty wurde am 28.
Daher tut man immer gut, auf die gegnerischen Urteile zu Dass die Menschen schlecht von uns reden, ist hart, aber es bewahrt uns, wie Thomas von KempenMan kann somit auch durch Klugheit, nicht bloß durch Religion, dazu kommen, die Feinde nicht zu hassen, denn sie werden nicht nur oft später Freunde, sondern man verdankt ihnen sehr viele richtige Anschauungen (wogegen diejenigen, die Überhaupt besteht der richtige Leitgedanke beim Verhalten gegen Feinde nicht darin, dass sie vernichtet werden müssen – was in den meisten Fällen auch gar nicht möglich ist –, sondern dass sie versöhnt werden (Mit Feinden muss man daher, wo immer möglich, in bester, gefasstester Stimmung verkehren. Es ist eine der Hauptursachen des Verderbens unserer Zeit, dass die Ehe (nicht am wenigsten durch die Genusssucht und falsche Erziehung der Frauen selbst) einem großen Teil der gebildeten Männer erschwert ist, so dass sie gar nicht oder nicht zur rechten Zeit dazu gelangen. Das ist vor allen Dingen die grundsätzliche Schlechtigkeit, der Geist, der dem Geist Gottes absichtlich entgegenstrebt und das Gute um seiner selbst willen verfolgt und zu vernichten trachtet.